Gründungsgeschichte der Arkade-Pauline 13 gGmbH

Die Gesellschaft wurde 1993 gegründet.

Auf diesen Missstand reagierte die „Psychiatrie Enquête“ des Deutschen Bundestages im Jahr 1979. Diese Enquête-Kommission – personell mit engagierten und wachen Geistern aus dem damaligen Psychiatriespektrum (Professionelle, Betroffene und Angehörige) besetzt – stellte für den Zustand der deutschen Psychiatrie zum damaligen Zeitpunkt zum einen eine bittere Diagnose (sie wird vielen Patienten nicht gerecht, vernachlässigt den Integrations- und Rehabilitationsgedanken, verfügt über zu wenig Mittel, um gute Arbeit leisten zu können, …) und schlug zum anderen darauf aufbauend entsprechende „Therapien“ vor. Eine solche hieß: Schafft – gerade für die chronisch psychisch Kranken – gemeindenah Rehabilitations- und Versorgungsformen, die es den Betroffenen erlauben, wieder ein Leben in der Gemeinde zu führen, anstatt hinter Klinikmauern verwaltet zu werden“.

Genau diese Aufgaben wurden – so der psychiatriepolitische Wille – gemeinnützigen Vereinen übertragen, die es zu diesem Zweck noch zu gründen galt. Federführend waren hier in der Region engagierte Mitarbeiter des damaligen „Psychiatrischen Landeskrankenhauses Weissenau“ (heute „Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg“, früher "Die Weissenau"), weshalb zum Teil das Bild der „Mutter“ Weissenau und den „Kindern“ Arkade, Pauline 13 und Sprungbrett atmosphärisch noch spürbar ist. Dieses Bild weicht zunehmend – auch durch die veränderten und sich immer noch weiter verändernden politischen Strukturen und Rahmenbedingungen – dem Bild von Partnern, die in benachbarten Arbeitsfeldern agieren und dazu kooperieren müssen.