Gründungsgeschichte der Arkade-Pauline 13 gGmbH
Die Gesellschaft wurde 1993 gegründet.
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Gesellschafter:
Die Arkade-Pauline 13 gGmbH betreibt zwei Gesellschaftsbereiche:
Die im Rahmen der Regelversorgung des Baden-Württembergischen Krankenhausplanes mit 20 Behandlungsplätzen für den Bereich Allgemeinpsychiatrie ausgestattete Psychiatrische Tagesklinik in Friedrichshafen und der für den Bodenseekreis, Landkreis Sigmaringen und Landkreis Ravensburg seit 1987 tätige Integrationsfachdienst mit der Aufgabe, Schwerbehinderte an ihrem Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen bzw. zu begleiten oder sie auf einen solchen zu vermitteln bzw. sie zu qualifizieren. Sehen Sie hierzu unser Organigramm.
Es war ein gesellschaftlicher Missstand, der – wie so häufig – innovative Erneuerungsprozesse einleitete, aus denen letztendlich auch die Arkade-Pauline 13 gGmbH hervorging: In den 70er Jahren wurde das Unbehagen an der damaligen Psychiatrie immer spürbarer und – was entscheidend war – immer öffentlicher. Während sich andere soziale Bereiche mit der allgemeinen Modernisierung und Prosperierung entwickelten, fristete die Psychiatrie und dabei vor allem die chronisch kranken Patienten ein bis dahin kaum bemektes und daher in vielfacher Hinsicht vernachlässigtes Dasein – „fern der Gemeinde“.
Auf diesen Missstand reagierte die „Psychiatrie Enquête“ des Deutschen Bundestages im Jahr 1979. Diese Enquête-Kommission – personell mit engagierten und wachen Geistern aus dem damaligen Psychiatriespektrum (Professionelle, Betroffene und Angehörige) besetzt – stellte für den Zustand der deutschen Psychiatrie zum damaligen Zeitpunkt zum einen eine bittere Diagnose (sie wird vielen Patienten nicht gerecht, vernachlässigt den Integrations- und Rehabilitationsgedanken, verfügt über zu wenig Mittel, um gute Arbeit leisten zu können, …) und schlug zum anderen darauf aufbauend entsprechende „Therapien“ vor. Eine solche hieß: Schafft – gerade für die chronisch psychisch Kranken – gemeindenah Rehabilitations- und Versorgungsformen, die es den Betroffenen erlauben, wieder ein Leben in der Gemeinde zu führen, anstatt hinter Klinikmauern verwaltet zu werden“.
Genau diese Aufgaben wurden – so der psychiatriepolitische Wille – gemeinnützigen Vereinen übertragen, die es zu diesem Zweck noch zu gründen galt. Federführend waren hier in der Region engagierte Mitarbeiter des damaligen „Psychiatrischen Landeskrankenhauses Weissenau“ (heute „Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg“, früher "Die Weissenau"), weshalb zum Teil das Bild der „Mutter“ Weissenau und den „Kindern“ Arkade, Pauline 13 und Sprungbrett atmosphärisch noch spürbar ist. Dieses Bild weicht zunehmend – auch durch die veränderten und sich immer noch weiter verändernden politischen Strukturen und Rahmenbedingungen – dem Bild von Partnern, die in benachbarten Arbeitsfeldern agieren und dazu kooperieren müssen.
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Gründung der Arkade e. V.
Diese Enquête-Kommission war damit auch hier in der Region der Startschuss für die Gründung von entsprechenden Vereinen. Als erstes wurde der „Verein zur Förderung psychisch Kranker Ravensburg-Weissenau e. V. “ gegründet, (der dann im Jahr 1988 in den gefälligeren Namen „Arkade e. V.“ umbenannt wurde) und der die Aufgabe übernahm, für den Kreis Ravensburg entsprechende sozialpsychiatrische Dienste nach und nach einzurichten: Den Sozialpsychiatrischen Dienst, Betreute Wohngemeinschaften, Wohnheime für psychisch Kranke, die Psychiatrische Familienpflege, die Tagesstätte und noch mehr.
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Gründung der Pauline 13 e.V.
Im Jahre 1986 wurde analog in Friedrichshafen die Pauline 13 gegründet, die das entsprechende „Dienstleistungsspektrum“ für psychisch Kranke im Bodenseekreis aufbaute.
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Gründung des Sprungbrett e.V.
Schließlich – als dritter Verein im Bunde – wurde 1990 der Sprungbrett e. V. gegründet mit der Schwerpunktsetzung, Arbeitsplätze für psychisch Behinderte in der Region zu schaffen. Das Sprungbrett betreibt inzwischen zwei Werkstätten für psychisch Behinderte, die eine im Bodenseekreis in Bermatingen, die andere im Kreis Ravensburg in Kisslegg, bewusst in bis dahin (sozial-)psychiatrisch wenig versorgten Regionen.
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Gründung der Arkade-Pauline 13 gGmbH:
Der bereits seit 1988 bestehende Integrationsfachdienst in Trägerschaft der Arkade e. V. war überregional tätig. Damit war es naheliegend, die Schwesternvereine Pauline 13 e.V. und später auch Sprungbrett e.V. mit „ins Boot“ zu holen. Aus diesem Grund wurde 1993 die gemeinnützige Arkade-Pauline 13 GmbH gegründet. Unter ihrer Trägerschaft wurde 1995 die Psychiatrische Tagesklinik in Friedrichshafen eröffnet.
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Anzahl der MitarbeiterInnen der Arkade-Pauline 13gGmbH:
Die Arkade-Pauline 13 gGmbH beschäftigt im Integrationsfachdienst heute 25 MitarbeiterInnen und in der psychiatrischen Tagesklinik 15 MitarbeiterInnen.
Die jeweiligen Vereine nehmen selbst ihre vielfältigen oben geschilderten Aufgaben weiterhin unter dem e.V.-Dach wahr.
